Ausländer in Deutschland
2/2000, 16.Jg., 30. Juni 2000
statistik |
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Zahl der Ausländer leicht gestiegen |
Nachdem im Jahr 1998 die Zahl der Ausländer in Deutschland erstmals seit längerer Zeit rückläufig war, setzte sich der langfristige Aufwärtstrend im Jahr 1999 fort. Ende 1999 wurden 7.343.591 Personen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit im Bundesgebiet registriert, rund 24.000 (0,3 %) mehr als 1 Jahr zuvor. Obwohl die Wanderungsstatistik für das Jahr 1999 noch nicht vollständig vorliegt, zeichnet sich schon jetzt - ebenfalls im Gegensatz zum Jahr 1998 - ein deutlicher Wanderungsgewinn ab: Im Zeitraum Januar bis November ergibt sich ein positiver Saldo von rund 125.000 Ausländern, die die Grenzen des Bundesgebiets überschritten haben, nachdem in den Jahren 1997 und 1998 die Fortzüge leicht die Zuzüge übertroffen hatten. Auffallend ist vor allem, dass bei nahezu konstanten Zuzügen die Zahl der Fortzüge drastisch zurückzugehen scheint (s. Tabelle ). |
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Ausländische Wohnbevölkerung in Deutschland
*)Serbien, Montenegro (im AZR als Jugoslawien geführt) |
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Trotz eines Rückgangs von rund 56.000 Personen bilden die Türken nach wie vor die stärkste Ausländergruppe in Deutschland. Vermutlich ist der Rückgang statistisch durch zunehmende Einbürgerungen bedingt, d.h. die betreffenden Personen halten sich nach wie vor in Deutschland auf, nur eben jetzt mit einem deutschen Pass. Sinkende Zahlen gibt es auch bei den Bürgern aus Bosnien-Herzegowina. Hier schlägt sich die freiwillige Rückkehr bzw. Rückführung der Bürgerkriegsflüchtlinge in ihr Heimatland in den Zahlen nieder. Zur langfristigen Entwicklung der Wanderungen s. auch "Forschung: Einwanderung als demographischer Glücksfall?", zum Thema Ausländer auf dem deutschen Arbeitsmarkt "Arbeitsmarkt: Chancen verbessern - Potenziale nutzen". |
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Arbeitslose Ausländer in Deutschland (West) |
Quelle: Bundesanstalt für Arbeit |
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Asylbewerber in Deutschland |
*) anhängige Verfahren gemäß
Ausländerzentralregister |
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Aussiedler* nach Deutschland |
*) überwiegend aus Polen, ehemalige Sowjetunion,
Rumänien |
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Wanderungen von und nach Deutschland |
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung |
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Autor: Martin Zwick, isoplan |
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Asylanträge in Europa im Februar 2000 |
Genf. Nach UNHCR-Angaben hat die Zahl der Asylanträge in 21 europäischen Aufnahmeländern im April 2000 den niedrigsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Mit 27.030 Erstanträgen lag die Zahl um 15 % unter der vom Januar (31.720). In Großbritannien und Deutschland wurden mit 5.900 und 5.000 die höchsten Zahlen angegeben. Weitere grosse Aufnahmeländer waren die Niederlande, Frankreich und Belgien. Die Hauptherkunftsländer waren Jugoslawien, Irak, Afghanistan, die Türkei und Russland. Relativ stark gestiegen ist die Zahl der Asylbewerber aus der Slowakei, Kolumbien, Libanon, Mali und Georgien. Gesunken ist die Zahl der Asylbewerber aus Bangladesh, Aserbeidschan, Iran und Albanien. |
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Autor: Ekkehart Schmidt-Fink, isoplan |
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